Darum ging es in der Gemeindeversammlung am 18. Juni

Am 18. Juni fand die Gemeindeversammlung statt. Lesen Sie hier nach, um was es ging.

Im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung stand der "Strategieprozess" EKIBA 2032. Reduktion und Transformation sind die zentralen Stichworte.
Pfr. Kellner erläuterte die Hintergründe, die Architektur und das Ziel dieses Prozesses. Sie können in der Präsentation nachgelesen werden.
Nach Rückfragen und Sachklärungen fand die Gemeindeversammlung zu folgendem Votum:
"Wir verstehen die Notwendigkeit diese Reduktions- und Transformationsprozesses, haben die notwendigen Maßnahmen zur Kenntnis genommen und gehen davon aus, dass diese in guter Absicht für die Zukunftsfähigkeit der Kirche geschehen.
Wir möchten als Kirchengemeinde Betberg /Seefelden einen Weg finden, weiterhin vor Ort aktiv zu sein, und wollen mit den anderen Kirchengemeinden in unserem Kooperationsbezirk freundschaftlich zusammenarbeiten."
 
Am Mitarbeiterabend am 19.06. wurde weiterdiskutiert und beraten. Die mutmachende und wegweisende Andacht von Horst Schaffenberger verdeutlichte das geistliche Potential, das in jedem Christenmenschen und damit auch in jeder Gemeinde steckt (siehe unten).
Im folgenden Austausch ging es um die konkreten Folgen des Strategieprozesses für unsere Gemeinde:
 
Gebäude
  • Die Kirche in Seefelden wird „rot“: Sie wird nicht mehr aus landeskirchlichen Mitteln bezuschusst (Bewirtschaftung, Renovierung).
  • Das Gemeindehaus in Seefelden wird „gelb“: Es wird in den nächsten Jahren geprüft, ob das Gebäude in der landeskirchlichen Bezuschussung verbleiben kann. Bis zur Entscheidung sind nur begrenzt Investitionen möglich.
  • Die Kirche in Betberg wird „grün“: Sie wird weiterhin bezuschusst (Bewirtschaftung, Renovierung)
Zusätzlich gilt: Alle Gebäude müssen bis 2040 klimaneutral sein. Fossile Heizungen müssen durch Systeme mit erneuerbarer Energie ersetzt werden.
Personal
  • Perspektivisch (ab 2032) werden die ev. Kirchengemeinden Betberg-Seefelden und Staufen 1 gemeinsame Pfarrstelle haben, die Kirchengemeinden Sulzburg und Heitersheim 1,5. Insgesamt bleiben also 2,5 Pfarrstellen im Kooperationsraum (aktuell: 3,5).
  • Prinzipiell arbeiten alle Hauptamtlichen des Kooperationsraums MGL 2 in einer „überparochialen Dienstgruppe“ zusammen, die die Verantwortung für die Gemeinden gemeinsam trägt. Hauptamtliche sind nicht mehr nur für „ihre“ Gemeinde zuständig.
  • Ein Dienstplan regelt die Aufgabenzuteilung. Er bietet die Chance der Zusammenarbeit, Entlastung und Konzentration. Gleichzeitig soll für jeden Ort und jede Gemeinde ein verlässlicher Ansprechpartner vorhanden sein.
  • Der spendenfinanzierte Anteil unserer Pfarrstelle wird bei den Kürzungen nicht berücksichtigt und wird nicht in übergemeindliche Aufgabenbereiche verrechnet. Er bleibt „vor Ort“.
Kooperationsraum
  • Die Kirchengemeinde Betberg-Seefelden bildet mit den Kirchengemeinden Heitersheim, Sulzburg und Staufen einen Kooperationsraum. Angedacht ist eine intensive Zusammenarbeit der inhaltlich nahe beieinander liegenden Gemeinden Betberg-Seefelden mit Staufen bzw. Heitersheim mit Sulzburg.
  • Kooperation und Zusammenarbeit erfordern innere und äußere Mobilität. Es braucht den Blick über den eigenen Kirchturm hinaus. Nicht jede Gemeinde wird in Zukunft alle Angebote bei sich vor Ort haben.
  • Bis 2025 muss geklärt sein, wie sich der Kooperationsraum MGL 2 rechtlich ordnet: als Gemeindeverband, als fusionierte Kirchengemeinde oder als Netzwerk von Gemeinden.
 
"Kleiner werden, dennoch strahlen!"
Dieser Satz könnte man als Überforderung oder zynischen Galgenhumor verstehen. Doch er ist ein Glaubenssatz, der aus einer biblischen Verheißung erwächst. Zur Illustration kann auf das Bild der kleinen Kapelle verwiesen werden, aus der helles Licht nach draußen dringt.
Die Kirche an sich strahlt nicht - weder das Gebäude, noch die Institution. Aber aus ihrem Inneren heraus strahlt Jesus Christus, der spricht: "Ich bin das Licht der Welt!"
 
 
 
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Quelle: Dirk Kellner (Vorlagen von EKIBA.de Infothek)


Quelle: Horst Schaffenberger